Fasching von A bis Z

Fassenachter das FSV Geislitz begeistern mit karnevalistischem Rundumschlag

Linsengericht-Geislitz (jol). Mit einem Rundumschlag „Fasching von A bis Z“ meldeten sich am Samstagabend die Fassenachter des FSV Geislitz zu Wort. In der Gutstub im Vereinsheim begeisterten Büttenreden, Tanz und Gesang. Dabei kamen auch alle Facetten der Fleischeslust zu Gehör. Zum Schluss brillierte das neu formierte Männerballett mit Kultwirt Carlo.

Beim FSV Geislitz wird seit vielen Jahren richtig Fastnacht gefeiert. Im Vereinsheim mit kleiner Bühne zeichnete sich die Veranstaltung am Samstagabend aber nicht durch Gemütlichkeit, sondern durch freche Sprüche, Gesang und Tanz aus. In guter Tradition gab das runderneuerte Männerballett mit Tim Oefner, Nils Oefner, Michel Ungermann und Luke Reitzenstein gemeinsam mit dem Geislitzer Kultwirt und Pizzabäacker Carlo Sasso den letzten Akt eines fantastischen Abends. Mit „Griechischer Wein“ und dem abschließendem Sirtaki ging es nahtlos in die Party mit DJ und Kapellmeister Thorsten Rechüber.

Eingeleitet hatte den Abend die Soloparade von Lara Mia Koch, Gerta Wernig und Ida Oefner. Die drei Tänzerinnen, sonst bei den Haselnüss aktiv, hatten kaum Platz auf der kleinen Bühne und zeigten eine bravouröse Leistung. Als nicht ganz so braver Konfirmand wusste Luke Weitzel so einiges zu berichten. Jessica Menzel und Johanna Thielke sangen sich als „Sternchen“ in die Herzen der Zuschauer und verabschiedeten sich mit der Zugabe „Wann habe ich endlich mein erstes Date?“. In der Rolle „Doof Nuss“ fühlte sich Ortsvorsteher Hubert Faust ganz zu Hause. Ihm machten Smartphones und Sprachassistent Alexa große Sorgen. Für jemanden, der sich doch lieber persönlich unterhält, war es ungeheuerlich, was die „Sprachbüchse“ so alles über den vergangenen Abend am runden Tisch der Sänger wusste. Sein Kumpel warf das elektronische Teil dann gleich raus, weil Alexa ihn bei seiner Frau verraten hatte, was er so alles beim abendlichen Ausgehen anstellt.

„Ich würde ja gerne alle Tiere lieben, aber warum hat Gott sie so lecker gemacht?“, fragte Jacqueline, nachdem ihr Rocco sich dank Personaltrainerin Mandy vegan zu ernähren begann. Der Geruch von Brathänchen und frischen Schnitzeln sorgte dann aber doch wieder für „Fleischeslust“. „Frieda und Gerda“ hatten so richtig Probleme mit Ihren beiden Gatten, was diese später bei „Fritz und Karl“ (Alexander und Nicole Schrempf in Doppelrollen) nur zu gerne bestätigen. „Lieber Gott, du hast mir meine Kindheit genommen, du hast mir meine Jugend genommen. Ich wollte nur dran erinnern, ich bin jetzt schon viele Jahre verheiratet“, meinte Gerda trocken. Viel zu putzen hatten Marie und Carlotta (Siggi Petersein und Sabine Oefner) alias „Die Staubwölkchen“. Vor allem die Italienerin war erschüttert und fragte sich, wieso ihr Frauenarzt auf einmal so fröhlich war. „Isch wollt Intimspray nehme. Aber es war die Dose mit dem Glitzerspray vom Karneval“, vermeldete sie peinlichst berührt.

Peinlich musste Eliana Kolb überhaupt nichts sein. Seit vielen Jahren hat der FSV Geislitz bei seiner Sitzung eine eigene Solistin, die mit Eleganz und Athletik brilliert. Nachdem die „Zuckerschnuten“ einen Abstecher „Unter dem Meer“ gemacht hatten, schlüpfte Frank „Hack“ Wagner in seine Paraderolle als „Debbes“. Bald darauf war der offizielle Teil beendet, und die beiden Sitzungspräsidenten Sabine Oefner und Holger Gabriel konnten dem Partyvolk im ausverkauften Haus freien Lauf lassen.

Quelle: GNZ – Montag, 25.Februar 2019

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